Heilpflanze des Monats

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Thymian

Thymian

Der Name "Thymian" kommt möglicherweise vom altägyptischen Wort "Tham", das eine stark duftende Pflanze bezeichnete, die zur Einbalsamierung verwendet wurde.
Im 11. Jahrhundert wurde der Thymian von Benediktinermönchen nach Mitteleuropa gebracht und dort in den Klostergärten angebaut. Von dort aus gelangte der Thymian in die Bauerngärten.
Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer lässt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.

 

Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.


 

Steckbrief

Heilwirkung:

Bronchitis, Asthma, Erkältung, Zahnfleischentzündung,
Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Mundgeruch,
Nierenentzündung, Blasenentzündung,
Menstruations fördernd, Periodenkrämpfe,
Schlaflosigkeit, Alpträume, Kater, Schwer heilende Wunden, Ekzeme

wissenschaftlicher Name:

Thymus vulgaris

Pflanzenfamilie:

Lippenblütler = Lamiaceae

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Inhaltsstoffe:

ätherisches Öl, u.a. Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink

Sammelzeit:

April bis Oktober

Anwendung

Sehr lecker schmeckt Thymian als Gewürz in der mediterranen Küche. Dort trägt er unauffällig zur Gesundheit bei.

Atmungsorgane

Bei Husten oder anderen Problemen der Atmungsorgange kann man den Thymian als Tee oder Tinktur einnehmen
Durch seine antibiotischen und entzündungshemmenden Eigenschaften bekämpft der Thymian Husten und Erkältungen, die durch Krankheitserreger verursacht wurden. Die krampflösende Eigenschaft hilft gegen Spasmen beim Husten, was den Thymian auch gut gegen Keuchhusten, Reizhusten und Asthma wirken lässt. Ausserdem löst der Thymian den Schleim, der dadurch besser abgehustet werden kann.                                                                      

Verdauungssystem

Durch seine ätherischen Öle und die Bitterstoffe hat der Thymian eine günstige Wirkung auf die Verdauungsorgane.

Frauenheilkunde

Vor allem die Volksheilkunde betrachtet den Thymian als ein Frauenkraut. Durch seine krampflösende Fähigkeiten kann der Thymian Menstruationskrämpfe lindern. Er kann auch die Menstruation fördern und den Zyklus regulieren. Thymian regt ausserdem den Eisprung an. Da er ausserdem östrogenartige Substanzen enthält, ist der Thymian eine hilfreiche Pflanze gegen Wechseljahrsbeschwerden.

Achtung!
Thymian sollte nicht in grossen Mengen in der Schwangerschaft verwendet werden.

Nervensystem

Auf das Nervensystem hat der Thymian eine beruhigende Wirkung.
Man kann ihn gegen Einschlafstörungen und Alpträume als Tee trinken. Auch gegen Katzenjammer nach ausgedehnten Trinkgelagen soll er helfen.

Tee

Einen Thymian-Tee bereitet man folgendermassen:
Man übergiesst einen Teelöffel Thymiankraut mit einem Viertelliter kochendem Wasser und lässt den Tee fünf Minuten ziehen. Man kann den Tee mit Honig süssen, um die Wirkung noch zu verstärken. Diesen Tee trinkt man in kleinen Schlucken und lässt auch den Dampf des Tees auf sich wirken.

Äusserlich - Bewegungsapparat

Gegen Verletzungen des Bewegungsapparates, wie Verstauchungen, Quetschungen usw. kann man Einreibungen mit Thymian-Tinktur durchführen.