IV. Fazit: 178 Tage Klostergarten auf der Landesgartenschau

Als wir nach dem Besuch der Landesgartenschau in Wolfsburg vor 2 Jahren mit der konkreten Planung begonnen haben, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass der Klostergarten ein solcher Erfolg werden würde. Immer wieder sind wir überwältigt von den Eintragungen der Gäste in unser Gästebuch, das im Klostergarten auslag.
Es gab viele Highlights im Programm mit den über 200 Veranstaltungen, die wir angeboten haben. Nicht nur der Besuch unsrer Bischöfin Margot Käßmann am Himmelfahrtstag, verbunden mit einem himmlischen Gottesdienst hat uns erfreut, auch der TangoGottesdienst am 1. Pfingsttag hat uns im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Die Konzerte von Fritz Baltruweit und Rolf Zuckowski waren Publikumsmagneten, und die Meditationen über die biblischen Begriffe, die auf den Platten im Klostergarten eingraviert sind, von Altbischof Horst Hirschler, von Dr. Paul Imhof und vom ehemaligen Kultusminister Prof. Rolf Wernstedt haben die Zuhörer begeistert. Ein Erlebnis war auch der Besuch des Bischofsrates. Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen und Landessuperintendent Arend de Vries ließen es sich nicht nehmen, mit ihren Ehefrauen per Kanu bis zum Anleger am Spreewaldgurken-Stand zu paddeln, wo sie dann  von ihren Amtskolleginnen und Amtskollegen bejubelt wurden.
Doch die eigentlichen Highlights waren in der Kontinuität zu finden, mit denen die vielen haupt-und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Programm im Klostergarten belebt haben. Die Marktmusiken an jedem Sonnabend, von Kantor Reinhard Gräler hervorragend organisiert und durchgeführt, die Lesungen an jedem Mittwoch, die Führungen am Donnerstag, die Kurzandachten am Freitag, die Präsentationen des Weltladens und die bunten Veranstaltungen am Sonnabend, sowie die Gottesdienste am Sonntag mit den an-
schließenden „Bläserblüten“ der Posaunenchöre, die teilweise von weit her kamen, und die Klostergarten-Spezial-Angebote. Es war ein Arbeiten, das Hand in Hand ging, durchgeführt von einer Gemeinschaft von Menschen aus unserem Kirchenkreis, dem Bistum Hildesheim, der SELK, der Baptisten, der Landeskirchlichen Gemeinschaft, der Arbeitsgemeinschaft „Plattdüütsch in de Kark“, den 6 Heideklöstern, den Künstlern, sowie den Mitarbeitern, die mehr im Hintergrund gearbeitet haben, um z.B. die Webseite zu gestalten oder die Finanzen zu ordnen.
Wie sehr wir zu einer Gemeinschaft geworden sind, haben wir auf unserem Bergfest gespürt, das in unserem Klostergarten am 2. August begann und mit einer ausgelassenen Feier im Parkrestaurant-Zelt mit allen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Landesgartenschau endete.
Es gab eine wunderbare Verständigung mit den anderen Themenbereichen und besonders mit den Landesgartenschau-Führerinnen, die gerne mit ihren Gruppen im Klostergarten verweilten. Immer bekamen wir auch Hilfe von der Hauptorganisation, die es manchmal natürlich nicht leicht hatte, an besucherreichen Tagen, die Beschallungsanlage aufzubauen oder ein E-Mobil zu schicken. Mit Stefan Hormes hatten wir sogar einen Klostergarten-Gärtner, der sich mit viel Liebe um die Pflanzen gekümmert hat.
Das Plus des Klostergartens waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Ansprechpartner da waren. Treu wurde bei jedem Wetter Dienst gemacht, morgens, nachmittags und in den Abendstunden, die Platten gefegt, die Stühle gesäubert, Broschüren nachgelegt, Referenten, Künstler und Geistliche freundlich empfangen, Besuchern die Beete erklärt, das Konzept des Klostergartens vermittelt usw., und sie hatten offene Ohren für so manches seelsorgerliche Gespräch. Dieses ist alles gelungen, und ich bin von Herzen dankbar und kann sagen, hier hat der Himmel die Erde berührt. Unter diesem Motto „Wo der Himmel die Erde berührt“ sind wir angetreten und sind glücklich über ganz vielfältige Erfahrungen, die unseren Glauben gestärkt haben.

Pastor Dieter Kindler, Projektleiter Klostergarten